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Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr

 

 

Vergangenen Freitag, den 21.04.23 fand im Haus der Berge die alljährliche Jahreshauptversammlung der DAV Sektion Berchtesgaden statt. Erstmalig fand die Veranstaltung in einem anderen als gewohnten Rahmen statt. So werden bereits seit letztem Jahr die langjährigen Mitglieder nicht mehr vor der Versammlung geehrt, sondern auf einer gesonderten Veranstaltung auf welcher regelmäßig ein Rahmenprogramm angeboten werden soll. Zudem wurde die Versammlung aufgelockert durch viele Filme und Bildberichte, wie z.B. „Berchtesgaden von oben“ oder Videoberichte vom Jennerstier und den Kinder- und Jugendgruppen

Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Beppo Maltan die Versammlung im 148. Jahr des Bestehens der Sektion und begrüßte die anwesenden Mitglieder, Ehrenmitglieder sowie geladenen Ehrengäste.

Als erster Tagesordnungspunkt standen die Berichte aus dem vergangenen Jahr an. Auch 2022 waren die Covid-19 Auswirkungen noch zu spüren. So sanken auf den Hütten und in der Kletterhalle die Besucherzahlen um rund 50%. Erfreulich war hingegen, dass trotz aller Einschränkungen die Mitgliederzahl stabil blieb und es sogar Neueintritte gab. Auf den Hütten fanden 2022 aus finanziellen Gründen und der ungewissen Wirtschaftslage nur moderate Arbeiten statt. So wurden am Stöhrhaus und Kärlingerhaus neue Webcams installiert und die Satelliten-Internet-Verbindungen erneuert. Im Juli mussten durch die schweren Unwetter umfangreiche Instandsetzungsarbeiten auf 3 Schutzhütten durchgeführt werden: https://dav-berchtesgaden.de/files/22-07-03_-_Unwetterschden_Htten.pdf ).

Neu eingeführt wurden von Seiten der Sektion Paketbuchungen für das Schneibsteinhaus, die Wasseralm und das Kärlingerhaus. Pro Tag sind für das Paketangebot 15 Plätze auf den Hütten vorgesehen. Die steigende Resonanz bestätigt die Einführung. Mehr Informationen zu dieser „Paketbuchung Hüttenrunde Gipfelwege“ können hier nachgelesen werden: www.dav-berchtesgaden.de/huetten-wege/huettenrunde-gipfelwege.html

Für 2023 sind zudem geführte Touren auf den Talkesselrundwegen geplant. Hier können die Teilnehmer ihre Kondition und Können testen. Oberstes Ziel ist es dabei, die alpine Sicherheit zu erhöhen. Teilnehmen können nur DAV-Mitglieder, wobei die Einstiegtouren auch Nichtmitgliedern als Schnuppertour angeboten werden. Die Alpine Auskunft ist in der Zwischenzeit eine unverzichtbare Einrichtung und wird auch 2023 fortgeführt. Hier ist für 2024 ein Umzug in den Kurgarten, nämlich in die Räumlichkeiten der alten DAV-Geschäftsstelle geplant.

Hanni Eichner berichtete anschließend über ihren Bereich Naturschutz. So beteiligt sich die Sektion im Winter an dem Projekt „Natürlich auf Tour“, und um das Angebot für die Fahrradfahrer zu erweitern wird gerade aktiv auf die Freigabe drei weiterer Routen im Nationalpark hingearbeitet. Ganz aktuell ist das Thema der CO² Bilanzierung im Rahmen des DAV-Klimakonzeptes. Hierzu werden im ersten Schritt die Verbrauchsdaten erhoben und im Anschluss durch den Bundesverband analysiert.

Die Kinder- und Jugendarbeit wurde von Gabi Schieder-Moderegger vorgestellt. Hier hat die Sektion aktuell 10 Breiten- und 5 Leistungssport Gruppen in den Bereichen Klettern und Schibergsteigen. Ziel der Gruppen ist es den Kindern und Jugendlichen neben dem Bouldern in der Halle auch die Natur und Aktivitäten in der Natur näher zu bringen. Kathrin Hrassky und Bea Soyter haben eine neue Gruppe (Vorgruppe zur Jungmannschaft) ins Leben gerufen. Die Gruppe bietet ein gemischtes Programm vom Berggehen bis zum Schibergsteigen.  Sie wollen die Jugendlichen für den Sport, die Berge und die Natur begeistern.

Christl Zembsch umriss kurz das vergangene Tourenprogramm der Sektion. Hier konnten trotz des unbeständigen Winters zahlreiche Touren durchgeführt werden. Auch der sehr beliebte Schitest fand wieder statt. Im letzten Jahr absolvierten einige Sektionsmitglieder die Ausbildung zum Wanderleiter und bieten im Tourenprogramm 2023 erstmals Touren an.

Weiter ging es mit dem Jennerstier. Dieser ist mittlerweile Tradition und konnte auch 2023 durchgeführt werden. Der Jennerstier hat es geschafft sich in Europa einen ausgezeichneten Ruf zu erarbeiten. Herausfordernd ist jedes Jahr wieder die Schneelage. Trotz der Umstellung am Jenner blickt das OK-Team optimistisch in die Zukunft. Im Jahr 2024 soll wieder ein Jugendweltcup stattfinden. An zwei Tagen sind 4 Rennen und ein Kinderrennen geplant. Bei letzterem stehen die Freude und der Spaß im Vordergrund.

Die Watzmanngams hatte das 50-jährige Jubiläum und das Ligeretsportfest das 100-jährige Jubiläum. Auch der Bouldercup mit einer Rekordbeteiligung und Abschlussfest mit Liveband sowie das 12 Stunden Klettern (als Ersatz für das 24-Stunden Klettern) waren weitere Sportveranstaltungen.

Beppo Maltan sprach noch die Kooperationen der Sektion an. Sie kooperiert mit dem Nationalpark in den Bereichen Wege, Lenkungsmaßnahmen, Radkonzept, Hütten und Routensanierungen sowie dem Forstbetrieb Berchtesgaden. Es ist trotz einiger kontrovers diskutierter Punkte oder Themen ein gutes Miteinander. Mit dem Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden verbindet die Sektion eine sehr gute Partnerschaft. So unterstützt die Sektion mit der Alpinen Auskunft, den Wegebetreuern und dem Unterhalt des Kehlsteinrundweges den Zweckverband. Dieser wiederum unterstützt die Sektion als großer Förderer des Jennerstiers. Auch im Bereich der Talkesselwanderwege möchte man zukünftig noch enger zusammenarbeiten

Im Anschluss folgte der Haushaltsbericht 2022, vorgestellt durch den Kassier Stefan Schmid. Die Hütten- und Pachteinnahmen waren dabei höher als geplant ausgefallen und konnten daher kostenintensive Projekte wie z.B. die Sanierung des Nierntalwegs, Reparaturen von Unwetterschäden oder Baumaßnahmen auf den kleineren Sektionshüttten finanzieren. Auch dank staatlichen Coronabeihilfen schloss die Sektion das Jahr 2022 in Summe mit einem positiven statt wie geplant mit einem negativen Ergebnis ab. So konnten bestehenden Darlehen getilgt werden.

Die Rechnungsprüfer bescheinigten dem Vorstand transparente und nachvollziehbare Arbeit. Sie hatten keine Beanstandung und schlugen eine Entlastung der Vorstände vor, welche die anwesenden Mitglieder auch beschlossen.

Harald Gründel übernahm im Mai 2022 die Leitung der Kletterhalle und fasste seine Arbeit kurz zusammen. Die Anfangsphase 2022 war noch durch Covid-19 geprägt. Mit der Aufhebung der Beschränkungen kehrte wieder Leben in die Kletterhalle ein und es mussten viele liegengebliebene Arbeiten nachgeholt werden. Der Routenbau stand hier im Fokus und wurde unter Hilfe von ehrenamtlichen Helfern, dem Kletterhallenteam und externen Firmen durchgeführt. Ein zwischenzeitlicher Personalmangel konnte kompensiert und nun überwunden werden. Ein neues Sponsorenkonzept wurde erarbeitet und wird aktuell umgesetzt sowie ein Imagefilm gedreht.

Im Bereich der Wege brachte das Jahr 2022 zum Glück keine Lawinenabgänge, keine Sturmschäden oder Windwürfe und keine heftigen Regenfälle. Die Reparatur der Unwetterschäden am Nierntalweg aus dem Juli 2021 konnte abgeschlossen werden. Der Weg zum Stöhrhaus wird aktuell noch nicht saniert, da hier die Machbarkeitsprüfung zum Anschluss an das Wassernetz abgewartet wird. Ist ein Anschluss möglich, wird der Weg sowie die Stromversorgung im selben Zuge erneuert.

Die ehrenamtlichen Wegebetreuer haben auch 2022 wieder viele Stunden in die Pflege und Instandhaltung der Wege investiert. Die Untersberg-Runde wird sehr gut angenommen und biete eine gute Alternative für das Steinerne Meer.

Die anstehenden Maßnahmen im Jahr 2023 wurde von Gabi Schieder-Moderegger und Beppo Maltan vorgestellt: Für das Stöhrhaus und die Wasseralm wird das Umweltgütesiegel beantragt, am Stöhrhaus die Seilbahn abgebaut sowie ein Seminarraum geplant. Weiters erfolgt dort die Prüfung einer Infrastrukturmaßnahme zum Anschluss des Störhauses an die öffentliche Wasserver- und Entsorgung. Am Blaueis werden die Planungen der Wasserleitung zur Blaueishütte fortgeführt. Diese Maßnahme soll in 2024 umgesetzt werden. Bereits im Jahr 2023 wird an der Blaueishütte eine PV-Anlage installiert sowie eine Außenkletterwand für Schlechtwetterperioden geplant und das Nebengebäude saniert. Am Kärlingerhaus wird die Kläranlage fertiggestellt und die Sanierung der Sanitärräume geplant. Auf der Wasseralm stehen Arbeiten an der Kläranlage an und es soll eine stabilere Internetverbindung installiert werden. Am Schneibsteinhaus wird durch den Nationalpark ein Trockenraum gebaut und eine PV-Anlage installiert.

Die Wasserknappheit der letzten Jahre wird sich fortsetzen und stellt auch für die Sektionshütten ein großes Problem dar. Diese zwingt die Sektion zu umfangreichen Planspielen und soll durch den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung gelöst werden. Nur durch ein Förderprogramm des Freistaates Bayern kann die Sektion diese Maßnahmen überhaupt stemmen. Jedoch ist ein Anschluss nicht auf allen Hütten möglich und sinnvoll.

Das Stöhrhaus und das Kärlingerhaus werden 2023 von neuen Pächtern übernommen (https://dav-berchtesgaden.de/files/23-01-20_-_Pchterwechsel_KH-SH.pdf) 

Gemeinsam mit dem Nationalpark soll 2023 das Kletterkonzept überarbeitet werden sowie der Funtenseeweg unter der Einbeziehung von freiwilligen und professionellen Kräften saniert werden. 

Nachdem von Seiten der Mitgliederversammlung keine weiteren Wünsche oder Anregungen vorgebracht wurden, schloss Maltan um 21:00 Uhr die Versammlung.

 

 

 

 


 

 

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